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Treffen mit dem CTBTO-Exekutivsekretär Dr. Robert Floyd

Am 17. März 2023 um 11:00 Uhr fand in Wien ein historisches Treffen statt, nämlich zwischen dem Außenminister der Republik Kongo, H.E. Jean-Claude Gakosso, und dem Exekutivsekretär der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO), Dr. Rob Floyd. Ziel des Treffens war die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der Republik Kongo und der CTBTO in Fragen der nuklearen Abrüstung, Nichtverbreitung und Verifikation.

H.E. Jean-Claude Gakosso ist eine bekannte Persönlichkeit in der kongolesischen Politik und Diplomatie. Seit 2015 ist er Minister für auswärtige Angelegenheiten und damit Nachfolger von Basile Ikouébé. Außerdem gehört er dem Stamm der Mbochi an und ist ein enger Verbündeter von Präsident Denis Sassou-Nguesso. Er hat einen Abschluss in Journalismus von der Universität Sorbonne in Frankreich und unterrichtete in Kongo an der Universität Marien Ngouabi. Außerdem hat er mehrere Bücher zu Themen wie Medienregulierung verfasst.

Dr. Robert Floyd ist ein australischer Wissenschaftler und Diplomat, der 2021 nach dem Rücktritt von Lassina Zerbo Exekutivsekretär der CTBTO wurde. Er hat an der Griffith University in Populationsökologie promoviert und war als leitender Beamter in verschiedenen australischen Regierungsbehörden tätig – zum Beispiel im Außen- und Handelsministerium, im Verteidigungsministerium und in der Australian Nuclear Science and Technology Organisation. Er war auch an mehreren internationalen Initiativen zur nuklearen Sicherheit und Verifikation beteiligt, wie der Internationalen Partnerschaft für die Verifikation nuklearer Abrüstung und dem Internationalen Überwachungssystem.

Das Treffen zwischen H.E. Gakosso und Dr. Floyd bot die Gelegenheit, den Status des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBT) zu besprechen, der alle nuklearen Explosionen zu jedem Zweck verbietet. Der CTBT wurde 1996 zur Unterzeichnung aufgelegt und wurde von 186 Staaten unterzeichnet und von 177 Staaten ratifiziert, darunter auch Kongo. Er ist jedoch noch nicht in Kraft getreten, da acht in Anhang 2 des Vertrags aufgeführte Staaten ihn nicht ratifiziert haben: China, Ägypten, Indien, Iran, Israel, Nordkorea, Pakistan und die USA.

H.E. Gakosso bekräftigte das Engagement des Kongo für den CTBT und dessen Ziele, die Verbreitung von Kernwaffen zu verhindern und die nukleare Abrüstung zu fördern. Er würdigte auch die Arbeit der CTBTO und das Verifikationssystem, das aus einem globalen Netz von über 300 Überwachungsstationen und Labors besteht, die jede nukleare Explosion überall auf der Erde aufspüren können. Er würdigte Dr. Floyds Führungsqualitäten und Visionen zur Verbesserung der Fähigkeiten und der Reichweite der CTBTO.

Dr. Floyd dankte H.E. Gakosso für seine Unterstützung und Zusammenarbeit und lobte den Kongo für die aktive Teilnahme an den Aktivitäten und Veranstaltungen der CTBTO. Er informierte ihn auch über die jüngsten Entwicklungen und Herausforderungen, mit denen der CTBT und das Verifikationsprozedere konfrontiert sind, wie etwa die jüngsten Atomtests Nordkoreas, die Modernisierung der Atomwaffenarsenale einiger Staaten und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Überwachungstechnologien. Er forderte H.E. Gakosso auf, seinen Einfluss und seine Stimme zu nutzen, um andere afrikanische Staaten zu ermutigen, insbesondere Ägypten, den CTBT zu ratifizieren und damit dem Inkrafttreten näher zu bringen.

Das Treffen zwischen Minister Gakosso und Dr. Floyd war ein wichtiger Schritt zum Ausbau der Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Kongo und CTBTO. Es ist auch eine Gelegenheit zu bekräftigen, dass der CTBT wichtiger denn je ist, um eine sichere Welt für heutige und künftige Generationen zu gewährleisten.