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Außenminister

Minister of Foreign Affairs: Jean-Claude Gakosso

Außenminister: Jean-Claude Gakosso

Wie Präsident Nguesso gehört auch Jean-Claude Gakosso zum Stamm der Mbochi. Er wurde am 25. Juli 1957 in Inkouélé geboren, einer Stadt im Bezirk Gamboma in der Region Plateaux. Er hat seine Ausbildung an der berühmten Sorbonne in Frankreich absolviert und war vor seiner Berufung in das Amt als Dozent für Journalismus an der Universität Marien Ngouabi tätig.

Die ersten Schritte seiner politischen Karriere machte er nach dem ersten Bürgerkrieg, zwischen 1997 und 2002. Damals war er als Sonderberater des Präsidenten für Kommunikation, Telekommunikation und Post tätig. Am 18. August 2002 wurde er als Minister für Kultur, Kunst und Tourismus der Nachfolger von Mambou Aimée Gnali. Während seiner Amtszeit war er außerdem noch kurze Zeit Regierungssprecher und Interimsminister für Parlamentsbeziehungen und Kommunikation.

Zu den Prioritäten seiner Amtszeit gehörte die Wiederentfachung der ewigen Flamme zum Gedenken an den ehemaligen Präsidenten Marien Ngouabinur wenige Monate nach seiner Ernennung und im gleichnamigen Mausoleum. Diese Flamme war im ersten Bürgerkrieg erloschen. Er wollte das, denn „die Flamme symbolisiert den Schmerz, den Widerstand, die Selbstaufopferung und den Mut, die der Präsident Marien Ngouabi verkörperte“.

2007 wurde er erneut in dieses Amt berufen, allerdings mit einem leicht reduzierten Zuständigkeitsbereich, der sich auf Kultur und Kunst beschränkte. Er blieb bis 25. August 2015 im Amt, als er als Nachfolger von Basile Ikouébé auf den Posten des Außenministers versetzt wurde, den er noch heute bekleidet. Bisher war seine bedeutungsvollste Maßnahme der systematische Versuch, die diplomatische Struktur des Kongo neu zu organisieren. In diesem Sinne rief er 16 Botschafter zurück und entließ sie aus ihren jeweiligen Ämtern. Außerdem forderte er in einem Schreiben an die Europäische Union, dass ihr Botschafter in Brazzaville nach der Kritik an der Wiederwahl von Präsident Nguesso im Jahr 2016 abberufen wird.

Neben seiner politischen Karriere ist er auch als Autor tätig. L‘ Harmattan veröffentlichte 1997 sein Werk „From the Gulag to the Agora“. Weitere Werke sind „The Heritage of the African Music in America and the Caribbean“, „The autoregulation of media in Congo Brazzaville“, „Recklessness“ und „Congo Brazzaville“.